Fermer
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Mitarbeit im Monitoring von Reptilienpopulationen

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Unter einem Monitoring versteht man in der Biologie die langfristige Überwachung beispielsweise von Populationen bestimmter Arten, um zuverlässige Daten und damit ein besseres Bild über deren Entwicklung zu erhalten. Über die gesamtschweizerische Bestandesentwicklung von Reptilien­populationen ist bisher relativ wenig bekannt, und nur sehr lokal konnten bis dato einige wenige Populationen genauer und über einen längeren Zeitraum hinweg untersucht werden. Diese Grundlage erlaubt es nicht, allgemeingültige Aussagen für die ganze Schweiz zu machen. Es ist der karch deshalb ein Anliegen, ein langfristiges Monitoring der heimischen Arten zu lancieren, das quantitative Aussagen zur Entwicklung der Populationen zulässt.

Im Jahr 2018 möchten wir mit einem Pilotprojekt starten: An verschiedenen Orten der Schweiz soll versuchsweise ein Monitoring der Zauneidechse (Lacerta agilis) beginnen, das über mindestens fünf Jahre hinaus laufen und dann erste Analysen ermöglichen wird, die eine Beurteilung der gesamtschweizerischen Bestandesentwicklung dieser Art zulassen.

Die Zauneidechse wurde ausgewählt, weil es eine auf der Alpennordseite recht weit verbreitete Art, die sowohl im Mittelland als auch den tieferen Lagen des Juras und der Alpen zu finden ist. Sie ist zwar ein ausgeprägter Kulturfolger, reagiert aber relativ empfindlich auf Veränderungen in der Landschaft, und wir vermuten, dass die Art grosse Bestandeseinbussen in den vergangenen Jahrzehnten zu verzeichnen hatte. Zudem ist die Art gut erkennbar und auch für Laien relativ zuverlässig zu finden und zu beobachten.

Wir hoffen, damit zeigen zu können, ob der Bestand der Zauneidechse in der Schweiz stabil, abnehmen oder zunehmend ist, und ob sich bestimmte Lebensräume eher positiv oder eher negativ für die Art entwickeln. 

Wie können Sie uns konkret helfen ?


A. Mitarbeit im Zauneidechsen-Monitoring

Es würde uns freuen, wenn Sie beim Monitoring mitarbeiten! Das ist relativ simpel, bedingt aber eine gewisse Konstanz und die Beachtung einiger Regeln. Es geht darum, die Anzahl beobachteter Eidechsen entlang einer genau definierten Wegstrecke (Transekt) zu notieren, und das mindestens drei Mal pro Jahr, und über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren hinweg. Sofern möglich, sollten auch die Altersklassen der beobachteten Zauneidechsen vermerkt werden: Jungtier, Adulttier, adultes Männchen, adultes Weibchen). Das ist im Wesentlichen schon alles. In der Anleitung finden Sie genauere  Angaben zur Methodik des Monitorings. 

Wo Sie Ihre persönliche Wegstrecke zur «Zauneidechsenzählung» legen möchten, ist weitgehend Ihnen überlassen. Es stehen zahlreiche mögliche Standorte in der ganzen Schweiz zur Verfügung, die Sie aus dieser Karte ersehen könnten. Falls Sie selber einen Standort mit Zauneidechsen in Ihrer Nähe kennen, den Sie bearbeiten möchten, aber nicht auf der Karte finden, melden Sie ihn uns bitte. Es ist auch möglich, neue Standorte in die Liste aufzunehmen.

Für die Mitarbeit im freiwilligen Zauneidechsen-Monitoring kann leider keine Spesenentschädigung ausgerichtet werden. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Engagement!

 

Beginn: Mitte April 2018

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Karte: Für das Zauneidechsen-Monitoring ausgewählte Standorte. Klicken Sie auf die Karte, um sie zu vergrössern. 

 

B. Zauneidechsen-Beobachtungen melden

Melden Sie uns bitte jede Beobachtung, auch wenn sie schon Jahre zurück liegt. Am besten via www.webfauna.ch oder per Mail.
Die benötigten Angaben sind:

  • Fundort, ev. Koordinaten (können z.B. mit Hilfe von www.map.geo.admin.ch bestimmt werden)  
  • Funddatum
  • Anzahl beobachtete Tiere
  • Name und Adresse des Beobachters

 

Vorgehen:

Wenn Sie sich vorstellen können, beim Monitoring mitzumachen, senden Sie uns bitte einfach eine E-mail mit folgenden Angaben :

  • Stichwort Zauneidechsen-Monitoring
  • Ihre Name
  • Ihre Adresse sowie der Region, in welcher Sie Zauneidechsen beobachten möchten. Wenn möglich, nennen Sie uns die Nummer des Standortes, den Sie auf der Karte ausgewählt haben.

Gerne senden wir Ihnen eine präzisere Karte des Gebiets und einen Vorschlag betreffend Wegstrecke (Transekt) zu.

 

Wir danken jetzt schon ganz herzlich für Ihre Mitarbeit!

 




 

 

 

Kontakt

Dr. Sylvain Ursenbacher
​Tel. 032 718 36 13
Email

 

Dokumente

Anleitung und Protokollblatt für das Zauneidechsen-Monitoring:

Weiterführende Informationen

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