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Pflanzenschutzmittel und Amphibien

Herbizid "Roundup"

Vorsicht geboten bei der Verwendung von Roundup: tödliche Auswirkungen auf Amphibien möglich
 
Untersuchungen von Prof. Rick Relyea von der Universität Pittsburgh haben gezeigt, dass das Herbizid «Roundup» verheerende Folgen für Amphibien haben kann (1). Experimente haben zeigt, dass «Roundup» auf Kaulquappen und juvenile Amphibien tödlich wirken kann. Unter den experimentellen Bedingungen starben mehr als 96% der Kaulquappen und mehr als 68% der juvenilen Amphibien.
 
Die Herstellerin von Roundup, die Firma Monsanto, sieht das ganze nicht so dramatisch (2). Die Studien seien «irreführend», u.a. weil die Applikation von «Roundup» im Experiment einer «unsachgemässen und illegalen Anwendung» entsprechen würde. Andere Studien zu «Roundup» und Amphibien würden zeigen, dass bei ordnungsgemässer Anwendung nur ein «vertretbares Umweltrisiko für Amphibien» zu erwarten sei. Wie zu erwarten war, ist Prof. Relyea mit der Kritik der Firma Monsanto nicht einverstanden (3).
Die karch geht davon aus, dass «Roundup» Amphibien schädigen kann. Wir sind der Meinung, dass beim Einsatz von «Roundup» – wie beim Einsatz eines jeden Pestizids – Vorsicht geboten ist. Auf einen Einsatz von «Roundup» (und andern Pestiziden) in der Nähe von Amphibienlaichgewässern sollte verzichtet werden. Dies entspricht auch dem Sinn von Art. 18 Abs. 2 NHG (4): «Bei der Schädlingsbekämpfung, insbesondere mit Giftstoffen, ist darauf zu achten, dass schützenswerte Tier- und Pflanzenarten nicht gefährdet werden.»
 
Was ein «vertretbares Risiko» ist, hängt von der Perspektive (Amphibienschutz oder Produzent) ab. Aus Sicht des Amphibienschutzes ist klar, dass ein massiv geringerer Pestizideinsatz respektive ein Verzicht in der Landwirtschaft und in Privatgärten wünschenswert ist.
 


1. R.A. Relyea (2005). The lethal impact of roundup on aquatic and terrestrial amphibians. ECOLOGICAL APPLICATIONS 15 (4): 1118-1124. Englische Zusammenfassung des Artikels