Fermer
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Prioritäten im Amphibienschutz

Empfehlungen für prioritäre Amphibienförderstrategie

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  • Weiherbauprojekte auf nationaler und regionaler Ebene fördern. Ausrichtung prioritär auf Gewässer für stark gefährdete Arten, d.h. ablassbare Flachweiher, Tümpel und temporär überflutete Wiesen. Ausserhalb der Verbreitungsgebiete der gefährdeten Arten Bezeichnung regionaler Zielarten. Neuanlagen prioritär an Stellen mit natürlichem Gewässerpotenzial (Schwemmebenen, Senken, ehemalige Moore, über dichtem Substrat)
  • Definition minimaler Werte für Dichte an Laichgebieten vor allem in den Fluss- und Seetälern prüfen
  • mehr Gewicht auf die Förderung starker Quellpopulationen setzen
  • IANB-Objekte gezielter als regionale Stützpunkte ausrichten und fördern
  • IANB-Objekte als Grundgerüst für Artenhilfsprogramme einsetzen
  • ÖQV-Vernetzungsprojekte besser auf die Bedürfnisse des Amphibienschutzes abstimmen
  • Möglichkeiten der Förderung von Vernetzungsstrukturen und Verkehrsplanung prüfen und in Zusammenarbeit mit den Branchen umsetzen
  • künstliche Wiederansiedlungen nur als Behelfsmassnahmen in Ausnahmefällen diskutieren und allenfalls restritiv und mit den erforderlichen Bewilligungen durchführen
  • spezifische Ausscheidung von Kleintierkorridoren als Ergänzung zu den "klassischen", vor allem auf grössere Säugetiere ausgerichteten Wildtierkorridoren
  • Einbau und Unterhalt von Kleintierunterführungen und Leitwerken auf wichtigen Verbindungskorridoren in das Pflichtenheft der Strassenbau-Verantwortlichen aufnehmen

Prioritäre Gebiete im Amphibienschutz

Schutzaktivitäten für die gefährdeten Amphibienarten sollten verstärkt in Gegenden stattfinden, wo die Chancen einer spontanen Wiederbesiedlung gegeben sind. Regionen, in denen die bedrohten Arten noch vorkommen (Meldungen nach 2003), sind für Neuanlagen von Laichgewässern deshalb besonders geeignet.
 
Die Karte Kernzonen zeigt den potentiellen Artenreichtum der gefährdeten Arten* pro Quadratkilometer. Berücksichtigt wurden deren aktuelle Verbreitung und Ausbreitungsdistanz - unter Annahme von 500 m für Schwanzlurche resp. 2 km für Froschlurche.
In den artenreichsten Regionen sollten vordringlich Schutzaktivitäten stattfinden. Grosse Populationen sind durch einen gezielten Unterhalt zu erhalten und zu fördern. Ausgehend von diesen Populationen sind mit neuen Laichgewässern neue Quellpopulationen und Trittsteine zu schaffen, damit wieder ein zusammenhängendes Netz an verbundenen Populationen entsteht (Metapopulation).
 
Die Karten basieren auf den der karch gemeldeten Verbreitungsdaten bis 2013 (Präsenzdaten). Sie können in Abhängigkeit zur regionalen Verbreitung einer Art oder neuen Datensätzen ändern. Sie geben für eine strategische Planung einen ersten Hinweis und dienen als Grundlage für eine Detailanalyse.
 
Die karch und die Regionalen karch Vertretungen stehen Personen, welche sich für die Förderung der gefährdeten Amphibienarten einsetzen, gerne zur Verfügung.
 
 

Carte Zones de conservation prioritaires pour les batraciens

 

Karten der prioritären Gebiete für den Amphibienschutz nach Kantonen (pdf)

AGAR AIBEBL BSFRGEGLGRJULUNENW OWSGSHSOSZTGTIURVDVSZGZH

 

* Arten:

  • Geburtshelferkröte Alytes obstetricans
  • Gelbbauchunke Bombina variegata
  • Kreuzkröte Bufo calamita
  • Europäischer Laubfrosch Hyla arborea
  • Italienischer Laubfrosch Hyla intermedia
  • Springfrosch Rana dalmatina
  • Italienischer Kammmolch Triturus carnifex
  • Nördlicher Kammmolch Triturus cristatus
  • Teichmolch Lissotriton vulgaris